Gerichtsurteil: Firmen-Kreditkarten dürfen ausschließlich dienstlich genutzt werden

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Viele Arbeitnehmer verfügen über eine Kreditkarte, die ihnen durch ihren Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. Dies kann zum Beispiel dann Sinn machen, wenn ein Außendienstmitarbeiter viel auf Reisen ist und etwa seine Hotel-Übernachtungen unkompliziert abrechnen möchte. Statt Derartiges erst mit der privaten Kreditkarte zu zahlen und dann vom Arbeitnehmer zurück zu fordern, kann man es auf diese Art und Weise gleich über das Konto des Arbeitgebers regeln.

Ein Arbeitnehmer aus Schleswig-Holstein hat es aber nun übertrieben: Er nutzte die Firmen-Kreditkarte dazu zahlreiche private Besorgungen zu erledigen und gab insgesamt 2.000 Euro für Dienst-fremde Aufwendungen aus. Unter anderem shoppte er mit der Kreditkarte und betankte damit mehrere Fahrzeuge. Daraufhin wurde der Arbeitnehmer gekündigt.

Gegen eben diese Kündigung reichte Er jedoch vor dem Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein eine Klage ein. Er verwies darauf, dass der Arbeitgeber ihn nicht darauf hingewiesen hätte, dass die Kreditkarte ausschließlich für dienstliche Zwecke zu nutzen sei.

Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein entschied jedoch, dass auch ohne einen solchen Hinweis klar sein sollte, dass eine dienstliche Kreditkarte auch nur als solche genutzt werden darf. Dem Arbeitnehmer ist in diesem Fall ein vorsätzlicher Missbrauch zu unterstellen.