Werbung mit persönlicher Kreditkarte erlaubt

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Im Jahr 2008 startete die Postbank eine etwas ungewöhnliche Werbe-Aktion: man sendete potenziellen Neukunden ein Werbeschreiben zu, dem gleich eine personalisierte Kreditkarte beigelegt wurde. Diese Kreditkarte war im ersten Jahr kostenlos und wurde dann gebührenpflichtig. Gegen dieses Vorgehen wurde Klage eingereicht.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen sah darin ein Problem und klagte gegen die Postbank. Das Ergebnis der Verhandlungen wurde nun durch den Bundesgerichtshof bekannt gegeben: Die Postbank war mit ihrer Werbeaktion im Recht!

Zwar handelte es sich um eine doch eher aggressive und ungewöhnliche Werbeaktion der Postbank, doch wurde gegen keinerlei Wettbewerbsregeln verstoßen, so der BGH. Der Grund dafür: Um die den Vertrag für die Kreditkarte abzuschließen musste erst ein Antwortschreiben mit einer Bestätigung vollständig ausgefüllt, unterschrieben und zurück gesendet werden. Bevor dies nicht geschah war die Kreditkarte nicht aktiv und daher ungültig. Somit bestand hier keinerlei Nötigung des Vebrauchers.

Abschließend wurde festgehalten: Der Kunde werde durch die Zustellung der Kreditkarte auch nicht im Sinne des § 7 Abs. 1 UWG unzumutbar belästigt. Somit können derartige Werbeaktionen wohl auch zukünftig noch vorkommen…