Kreditprüfung: Geoscoring bleibt umstritten

{lang: 'de'}

Wenn Verbraucher Kredit beantragen, so wird ihr Anliegen in aller Regel umfassend geprüft. Natürlich spielt dabei auch die Kreditwürdigkeit eine Rolle. Dies kann selbst schon bei einer kleineren Ratenzahlung entscheidend sein.

Dabei ist eine Anfrage bei der Schufa etwas ganz Normales, wie inzwischen fast jeder Verbraucher weiß. Was jedoch weniger bekannt ist, ist die Tatsache dass viele Kreditgeber noch weitaus mehr Daten in eine Kreditentscheidung einfließen lassen. Natürlich spielen die persönliche Verdienst-Situation und außergewöhnliche Belastungen eine Rolle. Für das so genannte Kreditprüfung Geoscoring haben jedoch nur die wenigsten potenziellen Kreditnehmer Verständnis.

Der Begriff “Geoscoring” umschreibt dabei eine Prüfungsmethode, bei der auch der Wohnort des Kreditnehmer mit in eine Bewertung einbezogen wird. Wohnt der Antragsteller in der falschen Gegend, die zum Beispiel überdurchschnittlich oft von säumigen Kreditnehmern bewohnt wird, so kann es sein, dass man deswegen als Kunde abgelehnt wird. Dabei erfolgt die Festlegung beim  Geoscoring oftmals willkürlich, wie viele Beispiele zeigen.

Verbraucherschützer kritisieren diese Methode schon seit Längerem. Immerhin kann ein negatives Geoscoring dazu führen, dass man nur aufgrund seiner Adresse kaum einen Kredit oder eine Ratenzahlung mehr in Anspruch nehmen kann. Letztendlich muss dies jedoch nichts über die tatsächliche Kreditwürdigkeit aussagen. Lediglich die Durchschnittswerte sind in einer betreffenden Region schlecht.