Griechenlands Ministerien ignorieren Sparanweisungen

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Der marode Staatsapparat des hoch-verschuldeten Griechenlands besteht aus rund 1,3 Millionen Beamten und Angestellten. Dies ist ungewöhnlich viel für ein Land dieser größer und eigentlich jedem ist klar, dass an dieser Stelle gespart werden muss. Nicht zuletzt die EU forderte eine Verkleinerung dieser Apparats um mindestens 100.000 Stellen. Doch nun gibt es Probleme…

In einem ersten Schritt hat die griechische Regierung ihre insgesamt 151 Ministerien, Behörden und Staatsfirmen dazu aufgefordert insgesamt etwa ein Zehntel ihrer Stellen einzusparen. Zunächst sollten bis zum Jahresende Listen mit 30.000 Namen von Angestellten vorgelegt werden, die für einen Stellenabbau in Frage kommen. Diese staatlich Bediensteten sollten in ein spezielles Ausgleiderungsprogramm überführt werden, in dem sie zunächst 60 Prozent ihres Lohnes erhalten würden, bevor man sie auf die Straße setzt.

Nun ist es jedoch zu einem nicht unerheblichen Skandal gekommen: Die Ministerien, Behörden und Staatsfirmen ignorieren die Anweisungen von oben und weigern sich eine entsprechende Namensliste auszuhändigen. Griechenland steht somit vor einem ernsten Problem: Setzt man die von der EU vorgeschriebenen Maßnahmen nicht um, so erhält man keine weiteren Kredite. Momentan “klemmt” dadurch die Auszahlung eines 8 Milliarden Euro schweren Kredites, mit dem man Griechenland zumindest kurzfristig über Wasser halten könnte.

Es bleibt also weiter turbulent was die aktuelle Schuldenkrise angeht…